JOŽKA

Von Hamze Bytyçi
Tschechien/Deutschland 2016
26’

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Originalfassung mit englischen Untertiteln

Der kurze Dokumentarfilm zeigt Jozef Miker während seiner Proteste gegen eine Schweinemastanlage, die auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers in der Nähe von Lety in Südböhmen errichtet wurde. Hunderte von Roma kamen dort unter dem NS-Regime ums Leben – darunter auch die Hälfte der Familie von Jožkas Frau. Der Protagonist mit dem Spitznamen Jožka, der nach langjähriger Tätigkeit als Bergarbeiter krank wurde, hat seinen überzeugenden Optimismus, seinen Humor und seinen Glauben an eine bessere Gesellschaft nie verloren.

 

©Stephanie Ballantine

Hamze Bytyçi ist Medien- und Theaterpädagoge, Regisseur, Performer und Mitglied der International Romani Film Commission. Er wurde in Prizren im Kosovo geboren. 2005 beendete er die Schauspielschule in Freiburg und zog 2006 nach einem einjährigen Theateraufenthalt in Zürich, der Schweiz, nach Berlin. Er tritt unter anderem im Maxim Gorki Theater Berlin und im Ballhaus Naunyenstraße auf. Seit 2012 ist er Vorsitzender des Vereins RomaTrial, wo er als künstlerischer Leiter verschiedener Formate arbeitet: 2017 initiierte er das AKE DIKHEA? Festival of Romani Film und 2018 war er Co-Kurator der Ersten Roma-Biennale COME OUT NOW!. In seinen eigenen Live-Shows im Hilton 437 bringt er soziale und politische Themen wie Deportationen aus Deutschland oder die Diskriminierung der Roma-Minderheit zur Sprache. In Jugendprojekten wie Radio Çorel oder den internationalen Sommerfilmschulen Balkan Onions unterstützt er junge Roma dabei, ihren eigenen künstlerischen Ausdruck zu finden. Seit 2016 ist er Mitglied des Berliner Vorstands der Partei Die Linke.

Regie: Hamze Bytyci
Kamera: Milan Durňak
Ton: Veronika Patočková, Andreas Fertig
Musik: Herr von und zu
Schnitt : Mirja Gerle
Produktion : Veronika Patočková

SAMSTAG, 18:00, mit Q&A mit den Protagonisten und dem Regisseur